Ausstellung

Günther Domenig: DIMENSIONAL, Von Gebäuden und Gebilden, ist eine Ausstellung, die an vier Orten in Kärnten zum ersten Mal umfassend und kontextualisiert durch zeitgenössische künstlerische und architektonische Positionen das Werk des international namhaften in Kärnten geborenen Architekten zeigt.

Das vielschichtige Ausstellungs- und Forschungsprojekt unternimmt den Versuch das Werk und die Person Günther Domenig neu zu verorten und einer Aktualisierung zu unterziehen.

Die vier Ausstellungsorte stehen für unterschiedliche Aspekte der Arbeit Günther Domenigs, genauso wie sie unterschiedlich bespielt sind. Während im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) dem Verhältnis von Kunst und Architektur nachgegangen wird, ist im Architektur Haus Kärnten (AHK) die Nachwirkung auf die zeitgenössische Architekturproduktion primäres Thema. Das Steinhaus und die Heft in Hüttenberg sind hingegen selbst Ausstellungsobjekte und werden von Künstler:innen und Performer:innen direkt aktiviert.

Das Steinhaus wird über das Instrument der Performance mit dem Tanzquartier Wien gemeinsam auf seine Körperlichkeit hin befragt. Das ehemalige Landesausstellungsgebäude in der Heft in Hüttenberg wird das erste Mal seit Jahren wieder dem Publikum durch künstlerische Interventionen zugänglich gemacht.

Begleitet wird die Ausstellung von zwei Büchern, die im JOVIS Verlag veröffentlicht werden. In der ersten Publikation, sie erscheint im Juni 2022, stehen aktuelle Portraits von über dreißig Domenig-Gebäuden des Fotografen Gerhard Maurer im Dialog mit einer essayistischen Annäherung der zeitgenössischen Schriftstellerin Anna Baar. Die zweite Publikation dokumentiert im Nachhinein die Ausstellung, die Vorträge und die künstlerischen Arbeiten, ergänzt um Textbeiträge relevanter Architekturtheoretiker:innen. Diese Inhalte und weiteres Material werden hier ab 10. Juni in einem digitalen Archiv dauerhaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Z‑Sparkasse, 2014, Foto: David Schreyer

GIG, Gründer‑, Innovations- und Gewerbezentrum, Völkermarkt, 1993 – 1995, Foto: Gerhard Maurer, 2022

SHE SAID, A Fantastic Gestalt, 2022

Römisch-katholisches Kirchenzentrum und Pfarrkirche Oberwart, 1966 – 1969
Günther Domenig/​Eilfried Huth, Foto: David Schreyer

170/400/450/550/950°, Toni Schmale, 2017, Foto: John McKenzie © 2017 BALTIC Centre for Contemporary Art, Courtesy Christine König Galerie Wien und die Künstlerin

Mehrzweckhalle der Schulschwestern, Graz-Eggenberg, 1974 – 1979, Günther Domenig/​Eilfried Huth, Foto: Gerhard Maurer, 2022

Z‑Sparkasse, Foto: Stefan Oláh

Architektonische Zerbrechungen II, Zeichnung von Günther Domenig, Foto: Architektur Haus Kärnten

Im MMKK reflektieren die Kurator:innen der Ausstellung das Verhältnis von Architektur und Kunst. Die Arbeiten des Architekten Günther Domenig werden in Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen und ausgewählten Werken aus der Sammlung des Museums gesetzt. Werke von namhaften Fotograf:innen zeigen die Einzigartigkeit der Arbeiten Günther Domenigs auf.

Mit Arbeiten von Raimund Abraham, Christian Brandstätter, Herbert Boeckl, Peter Cook, Franco Fonatti, Julia Gaisbacher, Peter Kaschnig, Cornelius Kolig, Maria Lassnig, Sonia Leimer, Gerhard Maurer, Thom Mayne, Ferdinand Neumüller, Stefan Oláh, Paul Ott, Gustav Peichl, Walter Pichler, Klaus Pinter, Anna Rubin, Peter Sandbichler, SHE SAID, Hans Schabus, Toni Schmale, David Schreyer, Margherita Spiluttini, Wolfgang Thaler, Lebbeus Woods, Gerald Zugmann.

Die Ausstellung im AHK stellt das architektonische Schaffen Domenigs in Dialog mit nachfolgenden Generationen von Architekt:innen. Das Wiener Kollektiv 4 verwandelt das AHK in eine gesamträumliche mediale Installation und eröffnet neue Perspektiven von Günther Domenig über das Dia Archiv des Architekturzentrum Wien (Az W). Der Dialog wird durch eine Vortrags- und Gesprächsreihe mit Architekt:innen und Expert:innen ergänzt.

Mit Arbeiten von Kollektiv 4 (Christian Freude, Christina Jauernik, Johann Lurf, Fabian Puttinger), Peter Kaschnig, the next ENTERprise Architects, Kathrin Aste (./​studio3).

Foto: Gisela Erlacher

Das DOMENIG STEINHAUS, das autobiografische Schlüsselwerk Günther Domenigs, wird selbst zum Ausstellungsobjekt und über das Medium Performance auf seine Körperlichkeit hin befragt. An drei Wochenenden bespielt das Tanzquartier Wien (TQW) mit eingeladenen Gästen das Steinhaus. Die expressive Geste der Architektur, die zugleich Skulptur ist, wird zu einem Resonanzraum für andere Kunstformen und folgt so der Programmatik der STEINHAUS Günther Domenig Privatstiftung.

Mit Julius Deutschbauer, durch:formen (Katrin Ackerl Konstantin, Niki Meixner, Erik-Jan Rippmann), Alexander Gottfarb, Barbara Kaiser, Andrea Maurer, Karin Pauer und Aldo Giannotti, Oleg Soulimenko und Doris Uhlich.

Foto: Gerald Zugmann

Dieses aus Anlass der Kärntner Landesausstellung 1995 entstandene Gebäude, gleichzeitig Schauplatz und Exponat, gilt heute als ein zentrales Werk in Günther Domenigs Architekturœuvre. Aufgrund des Leerstands über mehrere Jahre hinweg ist eine einmalige Situation von skulptural-architektonischen Überlagerungen durch die Natur entstanden. Durch temporäre künstlerische Interventionen und Arbeiten von Künstler:innen und Student:innen ausgewählter Kunst- und Architekturuniversitäten wird das Gebäude dem Publikum wieder zugänglich gemacht.

Mit Arobota+, Florian Hecker, Incredible Bob, Brigitte Mahlknecht, Eva Schlegel und 2MVD

AA nanotourism Visiting School: Architectural Association (AA) School of Architecture, London

Fachhochschule Kärnten: Studienbereich Bauingenieurwesen und Architektur, Studiengang Architektur, Spittal/​Drau

Hochschule für Technik Stuttgart: Architektur und Gestaltung, Stuttgart

Peter Weibel – Forschungsinstitut für digitale Kulturen: Mihály Németh und Sophie Publig, Wien

Technische Universität Graz: Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften, Graz

Universität für angewandte Kunst Wien: Institut für Architektur, Studio
Greg Lynn, Wien

Universität Innsbruck: Institut für experimentelle Architektur ./​studio3,
Innsbruck

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt: Institut für Kulturanalyse
mit Simone Egger, Klagenfurt

Foto: Gerhard Maurer

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